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Kulturlandschaft

Im Naturpark Kellerwald-Edersee erwartet Sie eine einzigartige Landschaft, an deren Gestaltung Natur und Mensch gemeinsam gewirkt haben. Tiefe ruhige Buchenwälder sind von schmalen Bachtälern durchzogen. Sie führen in die abwechslungsreiche Kulturlandschaft aus blumenbunten Wiesen, Hecken und Wacholderheiden. Eingebettet in diese Landschaft und umgeben von steilen, warmen Hängen mit knorrigen Eichenwäldern windet sich der klare, tiefblaue Edersee. Im Bereich der Ederberge südlich vom See liegt der Nationalpark Kellerwald-Edersee, einziger Nationalpark in Hessen, an den sich "Natur aus Bauernhand", die Frankenauer Flur, anschließt. Die Mitte des Naturparks wird vom Mittleren Kellerwald mit dem Wildunger Bergland bestimmt.

Im Südteil erhebt sich der Hohe Keller mit der höchsten Erhebung, dem Wüstegarten. Die Region wurde erst spät vom Menschen besiedelt, denn das Klima der Hochlagen ist rau und die Böden sind karg. Noch heute sind die Dörfer mit ihren umgebenden Wiesen und Äckern als Rodungsinseln im Wald erkennbar. Klöster wie das der Zisterzienser-Mönche in Haina spielten eine entscheidende Rolle bei der „Urbarmachung“. Alte Ackerterrassen, Wacholderheiden und Hutewälder zeugen noch heute von vergangener Landbewirtschaftung.

Eine große Bedeutung für die Entwicklung der Kulturlandschaft hatte auch der Bergbau im südlichen Kellerwald: Eisen-, Kupfer- und Silbererze wurden abgebaut. In den Wäldern brannten Kohlenmeiler zur Holzkohlegewinnung. Der enorme Holzverbrauch drängte den Wald weiter zurück.
Heute besinnt man sich der Stärken der Region. Wiesen und Weiden sind Grundlage für die artgerechte Aufzucht gesunder Rinder und die Produktion reiner Milch. Landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Region sind von besonderer Qualität. Die einzigartige Landschaft ermöglicht einen sanften Tourismus.